Die Datenzentren der Gegenwart sind enormen Geschäftsanforderungen ausgesetzt. Dauerbetrieb und zunehmende Rechnerdichte verursachen hohe Energiekosten und fordern umfassende Kühlsysteme.
In einem Bericht zum Thema (“Server Power Consumption Re-emerges as a Critical Cost Factor in Datacenters”, IDC, August, 2005) gehen die Marktforscher von IDC davon aus, dass für die Stromversorgung eines Rechenzentrums mit 1000 Servern jährliche Kosten von nahezu 400.000 USD anfallen. Damit stehen die Unternehmen und IT-Abteilungen vor einem doppelten Problem: Es entstehen steigende Stromkosten und zugleich muss die erzeugte Wärme abgeführt werden.
HP hat für diesen Bereich mehrere neue Produkte und Dienstleistungen angekündigt. Sie bilden die nächste Phase in dem langfristig angelegten, integralen Programm von HP zur Eindämmung der Wärmeerzeugung in Datenzentren. IT-Managern sollen damit effiziente Lösungen für Kühlsysteme zur Wärmeeindämmung zur Hand gegeben werden.
Die Unternehmen können so ihre halbleeren Racks konsolidieren und ungenutzte Flächen in ihren Datenzentren effizienter nutzen. Und dank seines umfassenden Portfolios an Servern, Speicherlösungen, Software-basierten Managementtools und Dienstleistungen kann HP integrale Supportleistungen bereitstellen, die den Anforderungen moderner Datenzentren voll gerecht werden.
Heiße Racks sollten nicht die Unternehmensentwicklung bremsen
So kündigt HP z.B. drei Optionen für Data Center Thermal Assessment Services an, die eine Evaluierung der spezifischen Temperaturbedingungen in einem Datenzentrum und die Erarbeitung von Empfehlungen für eine verbesserte Kühlung durch Zwangsbelüftung umfassen.
In einem konkreten Fall war das Datenzentrum eines Kunden auf eine Kühlleistung von bis zu 600 kW ausgerichtet, aber die aktuelle Belastung lag bei lediglich 100 kW. Obgleich sich das Datenzentrum weit unterhalb der Kapazitätsauslastung befand, hätte das Hinzufügen einer Konfiguration von nur 15 Racks mit hoher Dichte und insgesamt 150 kW derartige Luftstromprobleme erzeugt, dass die Server dadurch womöglich in Mitleidenschaft gezogen worden wären.
Die HP-Teams für Modellierung und Front-End-Services analysierten die Raumbedingungen und entwarfen einen Lösungsvorschlag, der auf eine veränderte räumliche Anordnung und die Anbringung von Abzugsöffnungen setzte. Damit war der Kunde in der Lage, sein Datenzentrum zu erweitern.
Datenzentrum in einem Rack
Mit dem neuen Modular Cooling System (MCS) von HP, das auf Wasserkühlung setzt, können Unternehmen die Kühlleistung im Vergleich zu normalen Einzel-Racks verdreifachen.
Kombiniert man dieses System mit den neuen, standardisierten 10000 G2 Series Racks, in die sich sämtliche HP-Server- und Storage-Plattformen einbauen lassen, sowie mit dem neuen HP Power Distribution Unit (PDU) Management-Modul, dann erhält man als Ergebnis ein Energiemanagement und eine Kühlkapazität, von der Leiter von Datenzentren bisher nur träumen konnten.
IT-Manager können so höhere Server-Dichten erreichen und wertvollen Raum einsparen. “Anstatt 30 kW Server- und Speicherleistung in fünf Racks benötigen wir für diese Leistung nun lediglich Raum für eineinhalb Racks und haben zudem weniger Hot Spots. Dieser Ansatz trägt dazu bei, eine Menge Gebäudefläche zu sparen”, erläutert Jeff Otchis, Leiter des Enterprise Infrastructure Marketing Team bei HP.
“Vorsichtigen Berechnungen zufolge kann man pro MCS-Einheit bei einem Preis von $313 pro Quadratfuß (0,09 qm) Einsparungen in Höhe von 20.000 USD errreichen”, betont Otchis. “Wenn Sie das dann noch mit unseren Lösungen für Stromversorgung und –management koppeln, dann kann man in der Tat sagen, dass man ein Datenzentrum in einem einzigen Rack erhält, was für unsere Kunden natürlich ein großer Gewinn ist.”
Laute Datenzentren ganz leise
Ein positiver Nebeneffekt des MCS ist, dass die abgedichtete Fronttür des Systems deutlich den Geräuschpegel senkt. Da die Kühlung der neuen Racks nicht von Türöffnungen abhängt, kann weniger Lärm nach außen dringen.
“Einige dieser Server haben vorher regelrecht gekreischt, aber mit MCS konnten wir eine Lärmreduzierung von etwa 78,5 dB auf 72,3 dB feststellen”, sagt Otchis. Das hört sich womöglich nach wenig an, es macht aber praktisch die Hälfte des wahrnehmbaren Geräuschpegels aus.
Störungssuche und Problembehebung per Webbrowser
Die neuen HP-Lösungen ermöglichen es den Kunden auch, über einen Webbbrowser detaillierte Information über das Energie- und Temperatur-Management zu erhalten. Und mit Hilfe des HP PDU Management-Moduls können IT-Fachkräfte die Energienutzung per Remote-Anwendung überwachen und standortunabhänig ein Troubleshooting durchführen.
Diese Funktionalität gestattet nicht nur die Behebung von Problemen bereits in ihrem Anfangsstadium, sondern liefert den Leitern von Datenzentren über den Zeitverlauf hinweg auch jene Information, die sie benötigen, um ältere und neuere Server effizient in ihrer Konfiguration zu verteilen.
Diese neuen Produkte und Dienstleistungen sind Bestandteil eines umfassenden Spektrums an Technologien, die HP entwickelt, um den wachsenden Problemen im Energie-Management begegnen zu können. Dieser weitreichende, globale Ansatz ist ein zentraler Aspekt der umfassenden Strategie von HP, das Problem der zunehmenden Wärmeerzeugung in Datenzentren in den Griff zu bekommen.
“Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Wir verkaufen nicht einfach einen Haufen Server und Speicherlösungen, um die Kunden dann mit dem Problem der Kühlung der Systeme allein zu lassen”, betont Otchis. “Und unsere Kunden wissen das zu schätzen.”
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